Die St. Viti Kirche Heeslingen ist die älteste Kirche zwischen Elbe und Weser. Wohl 961 als romanische Feldsteinkirche erbaut, ist sie die Vorgängerin der Zevener Kirche. Bis 1141 war sie die Kirche des in dem genannten Jahr nach Zeven verlegten Kanonissenstiftes bzw. Klosters.

1897 erhielt St. Viti den heutigen neugotischen Turm, die auffälligst bauliche Veränderung der über 1000jährigen Kirche.

Anders als am äußeren Gebäude kam es im Innenraum im Laufe der Jahrhunderte zu verschiedenen deutlich sichtbaren Umgestaltungen.

So wurde vermutlich bereits im 12. Jahrhundert die wohl ursprüngliche Holzdecke durch ein Kreuzgewölbe ersetzt. 1620 zerstörte ein Feuer neben großen Teilen des Ortes u.a. auch das Kirchendach, die Turmspitze und das Gestühl der Kirche.

Glücklicherweise wurde bei diesem Brand aber nicht das gesamte Inventar vernichtet. So gehört bis heute der spätgotische Flügelaltar mit seinen aus Eichen geschnitzten Figuren aus dem 14. Jahrhundert zu der sehenswerten Innenausstattung.

Dargestellt ist Christus als Weltenherrscher mit den um sich versammelten, namentlich genannten 12 Aposteln. Das sich über dem Altarschrein befindende Kruzifix ist eine spätere Ergänzung, vermutlich aus dem Jahr 1672.

Zu den kunsthistorisch wichtigen Bestandteilen des Inventars gehören ferner die Kanzel und das Taufbecken. Die mit einem Baldachin versehene, aus Holz geschnitzte Kanzel stammt dabei aus dem Jahr 1593, wie einer Jahreszahl an ihrem unteren Gesims zu entnehmen ist.

Etwa 50 Jahre jünger ist der hölzerne, achteckige barocke Taufständer. Er wurde 1644 angefertigt und stammt somit wie das ebenfalls sehenswerte Gestühl, dessen Wangen mit Schnitzereien verziert sind, aus der Zeit nach dem Kirchenbrand von 1620.

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